Startschuss für Erfassung Armer Haushalte in Städten und urbanen Gebieten (29.11.2016)

ID Poor Launch Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft)

Am 29. November 2016 gaben der Deutsche Botschafter Dr. Ingo Karsten, eine Vertreterin der Australischen Botschaft und der Planungsminister, S.E. Chay Than gemeinsam den Startschuss für die Erfassung armer Haushalte (ID Poor) in Städten und urbanen Gebieten in Kambodscha. 

ID Poor ist der nationale Mechanismus zur Erfassung armer Haushalte in ländlichen und städtischen Gebieten und bildet damit die Grundlage für Maßnahmen der Sozialen Sicherung der Regierung und von Entwicklungspartnern. Beispielsweise erhalten arme Kambodschaner und ihre Familien kostenlose Gesundheitsleistungen auf der Grundlage von ID Poor und der zugehörigen Equity Karte. Unerwartete Gesundheitsausgaben zählen in Kambodscha neben Ernteausfällen aufgrund extremer Wetterereignisse zu den Hauptrisiken für Verarmung und Verelendung. Deshalb sind kostenlose Gesundheitsleistungen für Arme ein wichtiger Beitrag für weitere Erfolge in der Armutsbekämpfung der Regierung im Rahmen der Agenda 2030. 

Im Auftrag der deutschen und australischen Regierung unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) das Planungsministerium seit mehr als 10 Jahren bei der Entwicklung, Umsetzung und Verbesserung von ID Poor. Hierfür wurden bisher mehr als 16 Millionen USD eingesetzt. 

„Der Startschuss für die Erfassung armer Haushalte in urbanen Gebieten ist ein wichtiger Schritt, damit sehr bald alle armen und gefährdeten Haushalte in Kambodscha erfasst sind -  ganz gleich ob in ländlichen oder in städtischen Gebieten“, sagte Dr. Ingo Karsten, Deutscher Botschafter in Kambodscha, während der Zeremonie. 

Das GIZ-Vorhaben läuft bis 2019. Nach dessen Ende wird die kambodschanische Regierung die jährliche Erfassung armer Haushalte in ländlichen und städtischen Gebieten vollständig selbst finanzieren. 

„In Zeiten in denen wir viel über stärkere Mobilisierung nationaler Ressourcen und höhere Partnerbeiträge sprechen, stellt dies einen großen Erfolg dar“, fügte der Botschafter hinzu.