Residenz und Kanzlei der Deutschen Botschaft werden zu energieeffizienten Gebäuden (Niedrigenergiehäusern) umgebaut
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In Deutschland bieten Altbauten das größte Energieeinsparpotenzial: Sie verbrauchen etwa dreimal mehr Energie zur Wärmeversorgung als Neubauten. Hinzu kommt, dass etwa 87 % des Gesamtenergiebedarfs eines privaten Haushalts für Heizung und Warmwasser benötigt werden. Bis zu 80 % davon könnten durch energetische Sanierungsmaßnahmen eingespart werden. Tatsache ist jedoch, dass durchschnittlich nur ungefähr ein Drittel des Energieeinsparpotenzials bei Sanierungen ausgeschöpft wird.
In Kambodscha sieht es nicht wesentlich anders aus, nur dass Elektrizität viel knapper und daher erheblich teurer ist. Und was Heizen in Deutschland ist, ist Klimatisierung in Kambodscha.
Beginnend mit der Residenz des Botschafters werden die Gebäude der Deutschen Botschaft zur Zeit mit den momentan effektivsten Energieeinsparmöglichkeiten saniert:
- ein belüftetes Dach schützt das Gebäude vorm Aufheizen durch die Sonne
- die Isolation des Gebäudes wird durch eine 22 cm dicke Schicht Glaswolle auf der Decke der obersten Etage verbessert
- die Außenhaut des Gebäudes wird mit einer 6 cm dicken Styroporkonstruktion mit Verputz isoliert
- Warmwasser wird durch Solarpanele erzeugt
- die gesamte Klimatisierung wird durch ein neues energieeffizientes System ersetzt, das auf dem neuesten Stand der Technik ist
- schon seit langem werden in allen Gebäuden Energiesparlampen verwendet
Sobald die Umbaumaßnahmen an der Residenz des Botschafters beendet sein werden, folgt die Sanierung des Kanzleigebäudes.
In dem Bemühen, im Kampf gegen die globale Erwärmung beizutragen und um den CO²-Ausstoß zu verringern, hat die Regierung der Bundesrepublik Deutschland eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die Energieeffizienz im Wohnungsbau und in der Industrie zu verbessern. Das Auswärtige Amt beteiligt sich durch Modernisierung seiner Botschaften und Residenzen in der ganzen Welt.
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Reduzierung des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase bildet Schwerpunkt der Regierungspolitk
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) wurde gegründet, um die Regierung und die Privatwirtschaft in diesen Bemühungen zu unterstützen. Das dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus" weist an mehr als 300 Gebäuden nach, dass durch energiesparende Bauweisen der Energiebedarf um durchschnittlich bis zu 85 % reduziert werden kann.
Thermografiebild (Wärmebild) eines Wohnhauses
(die rote Farbe zeigt den Energieverlust an)
Ziel des Modellvorhabens ist es, an Hand von Best-Practice-Projekten
- * den Know-how-Transfer zu beschleunigen
- * energetisch anspruchsvolle Sanierungsstandards auf dem Markt zu etablieren,
- * innovative Technologien der energetischen Gebäudesanierung bekannt zu machen, weiterzuentwickeln und auf dem Markt einzuführen und
- * durch übertragbare, wirtschaftlich tragfähige Sanierungsempfehlungen zur Nachahmung anzuregen.
Bis jetzt wurden über 140 Gebäude zu „Niedrig-Energie-Häusern“ umgebaut. Im Schnitt unterschreiten diese Gebäude die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) für vergleichbare Neubauten um rund 50 Prozent. Insgesamt umfasst das Projekt mehr als 4.600 Wohneinheiten mit einer Fläche von über 246.841 m². Ungefähr 27 % der Gebäude gehören zur Wohnungswirtschaft, 30 % sind im Privatbesitz und 43 % sind Ein- oder Zwei-Familen-Häuser. Zur Zeit werden mehr als 200 weitere Gebäude energetisch hocheffizient saniert.
Um die Multiplikatorwirkung der energieeffizienten Sanierung zu verstärken, hat dena ein erfolgreiches Netzwerk mit bestehenden regionalen Kompetenzzentren aufgebaut.
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Aufgrund des überwältigenden Erfolgs wurde das dena-Modellvorhaben mit dem Standard, dass sanierte Gebäude 50 Prozent weniger Energie verbrauchen als vergleichbare Neubauten 2007 als offizieller Bestandteil des CO²-Gebäudesanierungsprogramms der Kfw-Förderbank weitergeführt. Außerdem startete die dena 2007 das Modellvorhaben für Nichtwohngebäude "Effiziente Schulen".
(Quelle:dena)
Weitere Informationen finden Sie auf der DENA-Website:
http://www.dena.de