Wirtschaftsinformationen über Kambodscha
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Wanderer, bette dein müdes Haupt...
(© dpa/pa)
Die Anzahl der Touristen aus Deutschland ist 2010 von rund 60.000 im Vorjahr auf 62.864 angestiegen. Deutsche Besucher machten 2010 wie auch in der Vergangenheit nur einen kleinen Teil der internationalen Touristen in Kambodscha aus. Auf der Besucherskala belegten deutsche Touristen 2010 hinter Besucherströmen aus Vietnam, Südkorea, China, Japan, den USA, Frankreich, dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland, Thailand, Australien, Taiwan, Malaysia und Laos den dreizehnten Platz.
Im Jahr 2010 importierte die deutsche Wirtschaft aus Kambodscha Waren – hauptsächlich Bekleidung und Schuhe – im Gesamtwert von 384,8 Millionen Euro. Damit ist der Wert der importierten Waren im Vergleich zum Vorjahr um 100 Millionen Euro oder 35 Prozent gestiegen. Mit diesem Importvolumen rangiert Deutschland hinter den USA und Singapur und stellt somit weltweit den drittgrößten Absatzmarkt für kambodschanische Waren dar. Deutschland exportierte in demselben Zeitraum Waren im Wert von 26 Millionen Euro nach Kambodscha. Im Vergleich zum Vorjahr stieg somit der Gesamtwert des deutsch-kambodschanischen Exports um 80 Prozent.
Ansprechpartner für deutsche Unternehmen in Kambodscha ist seit März 2002 der Arbeitskreis Deutsche Wirtschaft (ADW). Der ADW unterstützt deutsche Unternehmen bei ihrem Engagement, liefert praktische Tipps sowie ausführliche Analysen zum Geschäfts- und Investitionsklima in Kambodscha. Der Arbeitskreis steht zudem in ständigem Kontakt mit Regierungsvertretern. Alle sechs Monate findet darüber hinaus ein Treffen des „Government-Private Sector Forum“ unter Teilnahme von Premierminister Hun Sen, den Ministern der fachspezifischen Ressorts, Wirtschaftsverbänden und rund 300 Unternehmensvertretern statt. Organisator des Forums ist der Council for the Development of Cambodia. Am 14. April 2002 trat das bilaterale Investitionsförderungs- und Investitionsschutzabkommen zwischen Deutschland und Kambodscha in Kraft. Das Abkommen hat unter anderem den Schutz vor unentgeltlicher Enteignung und den Schutz des freien Devisentransfers zum Inhalt.
Im März 2010 gründeten ASEAN-Mitgliedsländer, China, Japan und Südkorea die "Chiang Mai Initiative Multilateralisation". Die Initiative gleicht einem regionalen Liquiditätsmechanismus, der Mitgliedsländern kurzfristig finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, wenn diese Schwierigkeiten mit ihrer Zahlungsbilanz haben. Dieses multilaterale Abkommen trägt nach Einschätzung einschlägiger Experten zur Integration südostasiatischer Finanzmärkte und deren Öffnung für ausländische Investitionen bei.